Kommentare

Ein Zukunftsblick zurück aus dem Jahr 2030

06. Mai 2021
Der deutsche Wirtschaftsjournalist Erik Händeler
wagt einen Rückblick aus dem Jahre 2030:
Wie veränderte das Holzkraftwerk in Kösching die Region?

Kommentare zur Sendung vo BR QUER

Karl Früh 7.04.2021

Konrad Reindl 7.04.2021

Kommentar von Georg Altmann

zur Absage der Donau Kurier Online Diskussion vom 15. April 2021

Liebe Leserin, lieber Leser,
sicher finden es einige von euch schade, dass wir diese Möglichkeit der Darstellung unserer Einwände zum geplanten HKW nicht wahrnehmen. Wir haben lange und intensiv in unserer BI darüber diskutiert. Auf dem Podium waren ursprünglich folgende Personen eingeladen:

Herr Ralf Sitzmann, Bürgermeister Kösching, Prolignis- Vorstand Tobias Mayinger, Audi-Umweltbeauftragter Rüdiger Recknagel, Professor Wilfried Zörner THI und Georg Altmann BI.

Für die Absage gibt es mehrere Gründe.

  • Herr Professor Wilfried Zörner von der THI sitzt im Beirat der Prolignis AG.
    Vielleicht ist euch das Interview im DK vom 1.4.2021 „Vom Charme der Biomasse“ bekannt, in dem, wie nicht anders zu erwarten von einem Beirat einer Firma, die Vorzüge des HKW herausgehoben werden und die Nachteile verharmlost, bzw. verallgemeinert werden.
    Herr Professor Wilfried Zörner wurde wegen dieser Mitgliedschaft vom DK wieder ausgeladen.
    Aber ich bin sehr verunsichert, ob und wie neutral Matthias Stark vom Institut für neue Energiesysteme an der Technischen Hochschule Ingolstadt argumentiert.
    Wenn ihr euch die Zusammensetzung der Teilnehmer anschaut, könnt ihr euch vorstellen, dass ich mir da ziemlich verloren vorgekommen wäre.
  • Außerdem sind die Befürworter, verglichen mit mir, überwiegend sehr medienerfahren.
    Dieses ungleiche Bild den Zuschauern zur Entscheidungsfindung anzubieten verfälscht die gebotene Objektivität von Pro und Kontra.
  • Zudem wurden die Sprecher der Bürgerinitiative, somit auch ich; von Prolignis über deren Anwälte wegen angeblich „unwahrer Behauptungen“ beschuldigt. Diese Beschuldigungen mussten juristisch Seitens der BI zurückgewiesen werden.
    Da bis jetzt dazu noch keine weitere Reaktion der Prolignis Anwälte eingegangen ist, muss der Fall als unerledigt angesehen werden. Von Teilnehmern, die ehrenamtlich Verantwortliche der BI diskreditieren, kann keine sachliche und faire Diskussion erwartet werden.

Obgleich zu befürchten ist, dass der BI erneut unterstellt wird, keine Gesprächsbereitschaft zu zeigen, haben diese Gründe die Vertreter in Absprache mit anderen ehrenamtlichen Mitgliedern der BI dazu bewogen, die Teilnahme abzusagen.

Wir sind nach wie vor daran interessiert, eine objektive Debatte auf Augenhöhe und fairen Rahmenbedingungen zu führen und stellen uns gerne kritischen Fragen bei einem Interview oder in einem persönlichen Gespräch.

Georg Altmann, Sprecher der Bürgerinitiative „Stoppt das Kraftwerk“

E-Mail Antwort von Greenpeace 01.02.2021

Sehr geehrter Herr Altmann,

vielen Dank für Ihre Nachricht.

Grundsätzlich sind wir natürlich für erneuerbare Energie! Und Verbrennung jeglicher Art gehört nicht dazu.

Die erneuerbare Energien-Richtlinie hat leider dazu geführt, dass mehr Holz im Wald für Energie geerntet wird. Das sieht man unseren Wäldern inzwischen an. Sie sind ausgedünnt und es wird kaum Biotopholz im Wald belassen. Das ist aber ein wichtiger Wasserspeicher und Lebensraum für seltene Pflanzen- und Tiere. Außerdem wird der im Holz gespeicherte Kohlenstoff bei der Verbrennung sofort wieder freigesetzt. Bei der Holzernte werden immer auch andere Bäume geschädigt und der Wald verliert an Kapazität, CO2 zu binden. Zudem wird bei Ernte und Transport CO2 freigesetzt. Die Verbrennung von Holz oder Holzpellets für Energie ist daher keineswegs klimaneutral, wie gerne behauptet wird.

Deshalb gibt es in der ganz frisch erschienenen Studie „DIE ZUKUNFT DER WÄLDER IN DER EUROPÄISCHEN UNION“ das klare Votum gegen Pelletheizungen und generell das Verbrennen von Holz zum Heizen.

Informationen hierfür finden Sie unter:
https://www.greenpeace.de/presse/publikationen/die-zukunft-der-waelder-der-europaeischen-union

Viele Grüße

Andrej Mischerikow

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